Für die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern war 2012 ein insgesamt erfolgreiches Jahr. "Daumen hoch: Wir haben bei Ankünften und Übernachtungen zugelegt, mehr ausländische Gäste haben Interesse an unserem Land gezeigt, die Campingplätze verbuchen ein Plus, ebenso die Hotellerie. Auch die meisten Reisegebiete können sich über eine gute Entwicklung freuen. Jetzt gilt es das hohe Niveau an Angeboten, Qualität und Service insgesamt weiter auszubauen", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag in Schwerin.
Nach Angaben des Statistischen Amtes haben die Beherbergungsbetriebe bei knapp 7 Millionen Ankünften rund 27,9 Millionen Übernachtungen gezählt, das zweitbeste Ergebnis seit 1992. Dies entspricht einem Plus um 1,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2011. Die Anzahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland stieg um 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an (0,9 Millionen Übernachtungen).
"Die 28 Millionen-Marke wurde nur knapp verfehlt. Auch wenn das Ergebnis insgesamt sehr gut ist - Zeit zum Durchschnaufen bleibt nicht, denn Saison ist eigentlich bei uns das ganze Jahr. Diese fortwährend mit attraktiven Angeboten zu füllen ist eine der künftigen Herausforderungen. Ich bleibe dabei, wir werden auch weiter in ganzjährige Angebote investieren", betonte Glawe. Das Darwineum in Rostock, das Ozeaneum in Stralsund oder das Müritzeum in Waren (Müritz) sind gute Beispiele für ganzjährige Angebote.
"Fast alle Reisegebiete lagen im vergangenen Jahr im Plus. Die zeigt auch, unser Land wird das ganze Jahr über stärker wahrgenommen und zunehmend attraktiver für neue Gäste. MV ist aber mehr als nur Küste, der ländlichen Raum bzw. das Binnenland insgesamt muss noch besser vermarktet werden", so Glawe weiter. Am stärksten zugelegt hat in 2012 die Mecklenburgischen Ostseeküste (+4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr; insgesamt: 7,4 Millionen Übernachtungen) zum Vorjahr bei den Übernachtungen. Gefolgt von Vorpommern (+2,9 Prozent; 8,8 Millionen) und Westmecklenburg (2,5 Prozent; 1,5 Millionen). Die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte ist nahezu konstant geblieben (-0,2 Prozent; 4,3 Millionen). Das Reisegebiet Rügen/Hiddensee musste einen Rückgang hinnehmen (-4,1 Prozent; 5,9 Millionen).
"Das Gesamtpaket für unsere Gäste muss stimmen. Zu einem erholsamen Urlaub gehört auch eine weitgehend stressfreie An- und Abreise. Es sind weitere Investitionen in die Infrastruktur nötig. Touristen, die allzuoft im Stau stehen, überlegen es sich zweimal, ob sie erneut nach MV kommen", so Glawe weiter. Hierzu zählt beispielsweise der Ausbau der B96n auf Rügen.
"Besonders positiv entwickelte sich im vergangenen Jahr der internationale Tourismus. Ziel ist es, die 1-Million-Marke in diesem Jahr zu knacken", so Glawe. In 2012 gab es mit 0,9 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste einen Zuwachs von 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt besuchten rund 335.000 Gäste aus dem Ausland Mecklenburg-Vorpommern. Die meisten Gäste kamen aus Schweden (69.000), Dänemark (50.000), der Schweiz (46.000) und aus den Niederlanden (43.000).
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